Balkanflüsse im Fokus
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Liebe Freundinnen und Freunde von EuroNatur,
vor rund drei Jahren war der Jubel groß, als die Vjosa in Albanien zum Wildfluss-Nationalpark ausgerufen wurde. Doch auf Begeisterung folgte rasch die Katerstimmung. Ob die Regierung in Tirana jemals ein echtes Interesse daran hatte, die Vjosa wirksam zu schützen, scheint rund drei Jahre nach ihrer Ausweisung als Nationalpark fraglich; vielmehr erweckt es den Eindruck, als wolle sich Premierminister Edi Rama nur mit dem Label „Erster Wildfluss-Nationalpark Europas“ schmücken. Anders sind die Entwicklungen an der Vjosa, die den Nationalpark zu einem sogenannten Papierpark machen, kaum zu verstehen. 
Vjosa © Romy Durst
Ein weiteres Flussjuwel auf dem Balkan ist mindestens ebenso gefährdet wie die Vjosa: die Komarnica in Montenegro. Es gibt Pläne zum Bau eines 172-Megawatt-Wasserkraftwerks am Fluss. Doch der massive Widerstand von lokalen Naturschutzorganisationen, internationalen Wissenschaftlern sowie Rechtsexpertinnen hat das Schlimmste bislang verhindern können. Die bewegende Kurzdokumentation „Komarnica: The Wild That Remains“, die mit Unterstützung von EuroNatur entstanden ist, erzählt in schwelgenden Bildern vom mutigen Widerstand vor allem junger Frauen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, zu dokumentieren, was auf dem Spiel steht. Der Dokumentarfilm ist ein emotionaler Aufruf zum Handeln für alle, die meinen, dass ein wilder Fluss mehr ist als ein bloßer Stromlieferant.
Komarnica: The Wild That Remains
Bei den Negativmeldungen rund um die Flüsse des Balkans könnte man leicht die Hoffnung verlieren. Damit das nicht geschieht, möchten wir Sie herzlich zu unserem Flussschutz-Webinar einladen. Am Mittwoch, 15. April um 18 Uhr entführt Sie Annette Spangenberg, Programmleiterin Fließgewässer bei EuroNatur ans Blaue Herz Europas. Bei ihrem Onlinevortrag zeigt Annette Spangenberg die Schönheit und die Gefährdung der Flusssysteme Südosteuropas; vor allem aber berichtet sie, wie es uns und unseren Partnern im Rahmen der Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ gelungen ist, zahlreiche Flusslandschaften des Balkans vor ihrer Zerstörung durch den Bau von Wasserkraftwerken zu bewahren. Alle weiteren Infos zur Veranstaltung finden Sie auf dieser Seite.

In diesem Newsletter erwarten Sie zudem weitere frühlingshafte Neuigkeiten: Vom Brutgeschäft bei populären Vögeln bis zur Entdeckung einer vollkommen neuen Art 😉

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen,
Ihr EuroNatur-Team
Eichhörnchen © Andreas Volz

Auf den letzten Drücker…

…noch schnell raus in die Natur und schöne Fotos von Tieren, Pflanzen oder Landschaften im beginnenden Frühjahr schießen. Schicken Sie Ihre besten Aufnahmen dann bis heute, 31. März, 23.59 Uhr an photo@euronatur.org. Die Teilnahme ist kostenlos und für die Siegerinnen und Gewinner locken attraktive Preise. Wir freuen uns auf Ihre Bilder (gerne auch aus dem Archiv)!

Frühling liegt in der Luft…

… so auch bei den Weißstörchen im bulgarischen Storchendorf Belozem. Dort hat das erste Paar der großen Schreitvögel sein erstes Ei gelegt; jedes Jahr ein besonderes Ereignis für die Bewohnerinnen und Anwohner des Dorfes. Dieses Jahr tut sich darüber hinaus außergewöhnlich viel in der aktiven Adebarkommune: von Storchendorffesten und -treffen, über die Besenderung von Jungstörchen bis zur Ausbesserung der Storchennester.
Storchennest © Green Balkans
Frosina Pandurska mit einer anderen Frau © Silvana Mielke
Naturschutz beginnt bei den Menschen
Frosina Pandurska Dramikjanin ist eine Frau, die Berge versetzt. Mit unerschütterlicher Energie hat sie dafür gestritten, dass der Shar-Nationalpark in Nordmazedonien Wirklichkeit wird. Entscheidend war für sie immer der Dialog mit den Menschen vor Ort: zuhören, Vertrauen aufbauen, gemeinsam handeln. Genau das hat den Wandel ermöglicht. Frosina glaubt fest daran, dass Naturschutz in den Köpfen und Herzen beginnt. Sie sieht die Kraft ländlicher Gemeinschaften, besonders der Frauen, als Schlüssel für nachhaltige Veränderungen. Traditionelles Wissen bewahren, Mut machen, Wege öffnen – das ist es, was sie antreibt.

Lesen Sie hier ein Interview mit Frosina
Musiker © Sylwester Pawliczek

Konzertkarten gewinnen

EuroNatur ist Mitglied bei der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“. In regelmäßigen Abständen bietet die Initiative jungen Profimusikerinnen und -musikern die Gelegenheit, ihr Können auf der Bühne unter Beweis zu stellen. Für das Konzert in Flensburg („Vivaldi meets Piazolla“) am Donnerstag, 23. April 2026 um 18 Uhr haben wir vier Freikarten zu verlosen. 
Beantworten Sie dafür folgende Frage und schicken Sie Ihre Antwort an info@euronatur.org. Unter allen richtigen Einsendungen wird der Gewinn verlost.
Die Frage lautet: Zahlreiche Komponisten ließen sich von den Geräuschen der Natur inspirieren. Doch welcher von ihnen übernahm ganze Vogelgesänge in seine Werke?

A: Maurice Ravel
B: Olivier Messiaen
C: Jean-Baptiste Lully 
D: Hector Berlioz 
Bärluchswolf mit KI erzeugt

Neue Säugetierart entdeckt (April, April)

Wahrscheinlich haben Sie schon häufiger gehört, dass es noch unzählige unbeschriebene Arten auf der Welt gibt. Die meisten werden in den tropischen Wäldern vermutet, doch auch in Europa stoßen Forschende immer wieder auf neue Arten. Zuletzt wurde tief in den Naturwäldern Osteuropas eine bislang unbekannte Spezies entdeckt: Der Bärluchswolf! Wie viele Exemplare dieser sehr zurückgezogen lebenden Art existieren, ist den Forschenden noch ein Rätsel, aber uns ist klar, dass wir Schutzmaßnahmen für den Bärluchswolf ergreifen werden, um sein Überleben zu sichern…
Bildquellen:
Vjosa: Romy Durst; Eichhörnchen: Andreas Volz; Storch: Green Balkans; Frosina Pandurska: Silvana Mielke; Musiker: Sylwester Pawliczek; Bärluchswolf: KI
Naturschutz braucht Taten - und Geld!

Zielgerichtete Strategien, effiziente Methoden, fundiertes Wissen, reiche Praxiserfahrung und seriöse Partner in den Projektgebieten sorgen für den Erfolg unserer Arbeit. Doch erst durch das Engagement unserer Spender kann das vorhandene Potential auch in konkrete Maßnahmen münden. 

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Kennwort: Allgemeine Naturschutzarbeit in Europa
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